7.30 h Kurzer Halt im Café Koller zum Tagesstart
Kaffee und Gipfeli gehören seit 25 Jahren zu meinem Morgenritual. Mein Mann und ich starten so in den Tag – anderen Menschen geht es genauso. Man trifft sich, man kennt sich – einfach schön!
7.50 h Abfahren nach Schenkon zur Besichtigung
Mein Auto ist mir sehr wichtig. Es muss zuverlässig sein und mich niemals im Stich lassen. Muss ich einmal einen Ersatzwagen fahren, bin ich nur ein halber Mensch, denn sämtliche Utensilien, die ich im täglichen Maklerleben brauche, sind dann nicht im Auto.
8.00 h Vorbereiten
Die Wohnung im Dachgeschoss steht leer. Lüften und Storen hochziehen, Toilettenspülung betätigen, damit sich keine Kalkränder bilden. Noch ein paar tote Insekten vom Boden entfernen, damit sich die Dachwohnung gut präsentiert.
8.15 h Besichtigung Dachwohnung Schenkon, Isleren
Ich hole die Interessentin beim Besucherparkplatz ab, zeige ihr alle allgemeinen Nebenräume, die Garage und die Wohnung. Im Treppenhaus begegnen wir einem Nachbarn, der die Kundin neugierig mustert. Wir grüssen, gehen weiter. In der Wohnung schmiede ich Pläne, was man optimieren könnte, und schwärme von der herrlichen Aussicht. Die Interessentin hält sich bedeckt. Ich spüre keine klare Tendenz, ob sie die Wohnung interessant findet oder nicht.
9.00 h Abfahren nach Reidermoos zur Wohnungsübergabe
9.30 h Wohnungsübergabe an die Käufer
Funktionstest aller Gerätschaften, Fenster/Storen, Schlüsselübergabe, Übergabe aller relevanten Unterlagen, Unterzeichnen des Übergabeprotokolls, in Empfang nehmen von selbstgemachten Brezeli von der glücklichen Käuferin. Sie sind äusserst lecker!
11.15 h Büro
Mails lesen, laufende Aufträge koordinieren, Assistenten instruieren, Pläne, die visualisiert wurden, korrigieren, Telefonate mit Interessenten, Terminkoordination für Besichtigungen.
12.30 h heute keine Mittagspause. Abfahrt nach Ermensee
13.00 h Aufnahme neues Objekt
Aufnahme für Bewertung/Offertstellung, Begehung und Sichten von Unterlagen, Gespräch mit der Verkäuferschaft. So spannend: Jedes Objekt hat seine Eigenheiten, Vor- und Nachteile, die es zu benennen gilt, und die auf die Preisfindung einen Einfluss haben.
14.10 h Sandwich und Kaffee beim Bäcker
Manchmal muss es schnell gehen.
15.00 h Abholen von Blumen und Geschenken
Für heutige Beurkundung, zurück ins Büro, Bereitstellen von Unterlagen, die ich zur Beurkundung mitnehme.
16.15 h Abfahrt nach Luzern
Parkplatzsuche vor dem Haus des Notars.
17.00 h Beurkundung
Ich bin bei jeder Beurkundung dabei. Es sei denn, ich wäre sehr krank. Die unterschiedlichen Vorgehensweisen der Notare bringen mich immer wieder zum Staunen. Einige lesen so schnell, dass man vom Zuhören Kopfschmerzen bekommt. Andere sind sehr gemächlich, man könnte durchaus ein Nickerchen machen. Heute ist es ein Mittelding, gespickt mit humorvollen Bemerkungen: So soll es sein.
18.30 h Apéro und Nachtessen mit Beurkundungsparteien – Feiern und Geniessen
Für mich gehört ein Essen mit den Parteien einfach dazu. Man lernt sich besser kennen und findet nicht selten Freunde fürs Leben.
21.30 h Ankunft zu Hause
Lange Arbeitstage sind für mich normal. Mein Beruf ist mein Hobby, für meine Kunden mache ich das Möglichste. Dass ich meinen Mann vor 29 Jahren beim Arbeiten kennengelernt habe, erleichtert vieles. Wir denken und handeln ähnlich, Vorwürfe, wenn es später wird, gibt es nicht.
Einfach schön, mein Maklerleben!
Brigitte Röllin
Geschäftsinhaberin, Immobilienmaklerin
b.roellin@roellinpartener.ch